Hunde und ihre Rassekrankheiten – Merle Faktor

Was ist das? 

Der so genannte Merle-Faktor (kurz Merle) ist eine der vielen verschiedenen Farbvariationen des Fells bei Hunden und besonders in der Colliezucht stark verbreitet. Die Grundfarbe des Felles ist bei Merles stellenweise aufgehellt in der Weise, dass unregelmäßige, zerrissen wirkende Flecken in der Grundfarbe auf einem aufgehellten Grund zu sehen sind.
Zudem sind bei den meisten Merle-Hunde mindestens ein, meist beide Augen blau. 

Welche Hunderassen sind betroffen? 

  • Australian Shepherd
  • Cardigan Welsh Corgi
  • Border Collie
  • Teckel (Dackel)
  • Chihuahua 
  • Norwegian Hound
  • Beauceron Sheepdog
  • Deutsche Dogge
  • Cocker Spaniel
  • Pyrenean Shepherd
  • Catahoula Leopard Dog
  • Collie
  • Shetland Sheepdog
  • Pomeranian
  • Pit Bull

Wie entsteht Merle? 

Da diese besondere Fellzeichnung nur aus einem Gendefekt heraus entstanden ist, ist es insbesondere bei der Paarung selbst wichtig, dass nur einer der Hunde Träger des Merle-Faktors ist. Man spricht hier auch von heterozygot.
Weisen allerdings beide Hunde das Gen auf, der Welpe also reinerbig/ homozygot ist, besteht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass allerlei Krankheiten auf das Tier zukommen. 
Verschiedene Augenkrankheiten wie Spaltbildungen der Augenhäute (Kolobome), stark verkleinerte Augen (Mikrophthalmie) oder verformte Pupillen (Dyskorie) sind die Folge. Meist sind die Welpen blind, teilweise sogar taub. In verschiedenen Fällen traten neben den sehr häufigen Augenfehlbildungen auch Deformationen des Skeletts oder der Geschlechtsorgane und sogar des Herzens auf. Bei Verpaarungen von reinerbigen Hunden wurden außerdem regelmäßig Totgeburten beobachtet.

Quellen: 

https://de.wikipedia.org/wiki/Merle-Faktor

https://vetevo.de/blogs/ratgeber/qualzucht-hund-rassekrankheiten#chapter5