Trockenfutter für Hunde – ja oder nein?

In Sachen Trockenfutter oder Nassfutter vertreten wir bei napani einen klaren Standpunkt:

Trockenfutter = totes Futter
Wir bevorzugen eine Ernährung mit Nassfutter!


Warum Nassfutter und nicht Trockenfutter?

Der wohl wichtigste Grund ist für uns die Tatsache, dass der Verdauungstrakt von Hunden auf natürliche Beute ausgelegt sind, die zu ca. 70% aus Feuchtigkeit besteht.

Der größte Unterschied zwischen Nass- und Trockenfutter ist der Wassergehalt. Nassfutter enthält ca. 60 bis 85 % Feuchtigkeit. Trockenfutter hingegen hat einen Feuchtigkeitsgehalt von ca. 3 bis 12 %. Durch diesen geringen Feuchtigkeitsanteil quellt das Trockenfutter im Hundemagen auf. Zwar sorgt das für eine gute Sättigung, allerdings wird dem Organismus so Flüssigkeit entzogen, was dazu führt, dass der Hund mehr trinken muss. Schafft es ihr Hund jedoch nicht seinen Wasserhaushalt entsprechend durch viel Trinken auszugleichen, kann das Trockenfutter bei ihrem Vierbeiner zu gesundheitlichen Problemen führen. Häufig werden dadurch auch die Nieren und Bauchspeicheldrüse in Mitleidenschaft gezogen.


Studien belegen es – Trockenfutter kann schädlich für den Hund sein und sogar Krebs verursachen

Methionin
Wie eine Studie in Finnland aufgezeigt hat, weisen Hunde die Trockenfutter bekommen höhere Werte an Methionin im Blut auf. Methionin wird mit der Entstehung von Krebs in Zusammenhang gebracht. Weitere Studien belegen, dass eine Reduzierung an Methionin in der Nahrung das Krebsgeschehen verlangsamen oder sogar zum Stillstand bringen kann.

Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7653775/

Belastung mit Schimmelpilzen (Mykotoxine / Aflatoxine)
Eine neue Studie aus Amerika hat zudem herausgefunden, dass fast jedes auf dem Markt erhältliche Trockenfutter Aflatoxine oder andere schimmelverwandte Mykotoxine enthält.

Aflatoxine können Leberversagen, Krebs, Lethargie, Gelbsucht und Gewichtsverlust verursachen und der Verlauf ist in vielen Fällen tödlich. Sie sind hochgefährlich!

Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) sind sekundäre Stoffwechselprodukte aus Schimmelpilzen, die bei Wirbeltieren bereits in geringsten Mengen giftig wirken können. Im Unterschied dazu werden die toxischen Inhaltsstoffe von Großpilzen als Pilzgifte bezeichnet.

Konkret: Durch den Test des Tiergesundheit- und Ernährungsunternehmen Alltech wurde deutlich, dass aus 965 getesteten Trockenfutterproben 98% mit einem oder mehreren Mykotoxinen kontaminiert waren, während 93% davon zwei oder mehrere Mykotoxine enthielten.

Quelle: Wenn Sie mehr über diese Studien und Tests erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen den Artikel “Cancer Causing Aflatoxins Found In Dog Foods” by Dana Scott.

Futtermilben
Futtermilben wurden bei einer Studie 2008 in fast allen getesteten Trockenfuttersorten gefunden. Diese können Allergien auslösen, die sich bei Hunden oft durch Juckreiz und einer Dermatitis äußern.

Quelle: “Evaluation of storage mite contamination of commercial dry dog food” by Pilar Brazis , Montserrat Serra, Alex Sellés, Fabienne Dethioux, Vincent Biourge, Anna Puigdemont


Die Herstellung von Trockenfutter – für uns bedenklich

Bedenklich finden wir auch die Herstellung von Trockenfutter. Wir hören oft, Trockenfutter würde mehr Nährstoffe enthalten als Nassfutter. Doch wenn man sich einmal ansieht, wie das Trockenfutter hergestellt wird, stellt sich uns die Frage, wie diese Nährstoffe die enorme Hitze “überleben” können, der sie bei der Produktion mehrfach ausgesetzt sind. Zumal Trockenfutter ausschließlich aus verschiedenen Futtermehlen (z.B. Fleisch- oder Getreidemehle) – toten Zutaten – besteht.

Daher trifft die Bezeichnung “Totes Futter” für Trockenfutter den Nagel auf den Kopf.

Übrigens: Damit die Hunde das Trockenfutter überhaupt fressen, werden diese am Ende der Herstellung oft mit alten Fetten aus der Lebensmittelindustrie besprüht, meist Abfälle der Gastronomie. Lecker oder?
Diese Fette, die beim Aufreißen der Verpackung mit dem Sauerstoff oxidieren, führen übrigens dazu, dass das Trockenfutter nach einer Weile ranzig wird.

Quelle:  Pixabay

Wenn Sie mehr über die Herstellung von Trockenfutter für Hunde erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen das folgende YouTube-Video:
Pet food manufacturing processing forwarded from Youtube


Aber ist Trockenfutter nicht gut für die Zähne?

Dieses Argument hören wir oft.
Trockenfutter wäre wohl gut für die Zähne, wenn Hunde tatsächlich Kauen würden. Doch Hunde schlucken bzw. schlingen die Pellets hinunter, ohne von ihren Zähnen Gebrauch zu machen.

Im Gegenteil: Trockenfutter kann einen negativen Einfluss auf den ph-Wert des Speichels haben. Durch die Tatsache, dass die Pellets im Magen jegliche Flüssigkeit aufsaugen, entsteht eine weitaus hochkonzentrierte Magensäure. Das hat wiederum zur Folge, dass sich der ph-Wert des Speichels erhöht und dies wiederum die Zähne schädigt und Zahnstein begünstigt.


Und das ausschlaggebendste Argument für uns:

Was für uns Menschen nicht gut ist, ist auch nicht gut für den Hund!

Oder wie würden Sie reagieren, wenn der Arzt zu Ihnen sagen würde, Sie sollten Ihr Kind ein Leben lang nur noch mit Cornflakes ernähren?

Und seien Sie ehrlich! Möchten Sie jeden Tag ausschließlich Trockenfutter essen?

Sie sehen! Für uns gibt es einige Argumente, um an dem Nutzen von Trockenfutter für unsere Lieblinge zu zweifeln. Daher lehnen wir eine ausschließliche Ernährung mit Trockenfutter ab und appellieren an all unsere Kunden, zumindest zusätzlich Nassfutter zu füttern.
Aber wie auch bei Menschen gibt es verschiedene Ernährungsmethoden für Hunde. Am Ende entscheiden Sie allein für sich, welche für Sie und die Bedürfnisses Ihres Lieblings am Besten geeignet ist.

Daher unsere klare Empfehlung:
Setzten Sie sich intensiv mit dem Thema Hundeernährung auseinander und achten Sie grundsätzlich auf eine hohe Qualität beim Hundefutter.

Napani Premiumhundefutter in BIO Qualität

Wenn Sie wissen möchten, was wir bei napani unter einer gesunden Hundeernährung verstehen, dann sind Sie bei unserem Blogbeitrag: “Gesunde Hundeernährung – Wie die richtige Ernährung bei Hundekrankheiten helfen kann” genau an der richtigen Stelle.

Haben Sie Fragen dazu?
Dann kontaktieren Sie uns einfach über unser Kontaktformular.

Wie stehen Sie zu Trockenfutter? Teilen Sie mit uns Ihre Erfahrungen in den Kommentaren!